Mittwoch, 20. November 2013

Mein Abend mit Stephen King

Ich habe in einem Raum mit Stephen King gesessen!
Leider waren noch über 2000 andere Personen mit dabei. Stephen King war erstmals in Deutschland, hatte gestern eine Lesung in München und heute hier in Hamburg.

Vorab - ich mag nicht alle Bücher von King. Zu einigen habe ich schweren bis gar keinen Zugang, aber es gibt auch ganz viele, die ich liebe. Alles voran "Es" mit dem Clown Pennywise, den Tim Curry in der Verfilmung so grandios spielte. Das ist auch eine der wenigen Verfilmungen, die ich wirklich gut finde. Mit Jack Nicholson und "Shining" kann ich nicht viel anfangen, auch wenn ich mit der Meinung wahrscheinlich recht alleine dastehe. Es gibt da noch eine TV-Verfilmung von "The Shining", die mir dagegen sehr gut gefällt.

Aber ich will nicht zu sehr abschweifen. Obwohl... immerhin geht es in Kings neuem Buch "Dr. Sleep" ja um die Fortsetzung von "Shining".

 
Die Lesung fand im CCH statt. Es war ziemlich wuselig, aber zum Glück ist dort alles gut ausgeschildert. Am Eingang gab es dann für alle Armbändchen. Ich hätte Euch meins ja gerne gezeigt, aber ich habe es nicht mehr; aber dazu später.
 
Die Veranstaltung fing knapp 10 Minuten verspätet an. Ich saß also da, knibbelte am Armband rum, ärgerte mich etwas, weil ich es ziemlich fest gezogen hatte und bemerkte, dass der Verschluss bei meinem Sitznachbarn eine andere Farbe hatte. Meins war grau, das andere weiß. Komisch...
 
Das Licht ging aus, und ein Moderator erschien. Dieser sprach ein paar einführende Worte, und dann kam ES ER! Der Meister des Horrors. Ein Autor, der mir immer wieder in meinem Leben begegnet ist, seit mit ein Schüler aus der Parallelklasse mir "Cujo" zum Geburtstag geschenkt hatte.
Das folgende Interview wurde in Englisch geführt, und der Moderator übersetzte größtenteils. Stephen King erzählte unter anderem, dass er denn deutschen Titel von "It" sehr gruselig findet, und führte es dann auch laut vor: "Essssssssssssssssssssssssss". Alle lachten. Insgesamt war Mr. King sowieso sehr witzig und gut gelaunt.  Dann las er eine Passage aus "Dr. Sleep" auf Englisch. Er hat allerdings eine gute Aussprache, man konnte ihm gut folgen.
 
Nach einem kurzen weiteren Gespräch kam David Nathan auf die Bühne, der schon verschiedene Hörbücher von Stephen King gelesen hat, wie zum Beispiel "Die Arena", "The Green Mile" oder "Sie". Er las dann eine Passage aus den neuen Buch in Deutsch vor. Das hat er so toll gemacht, dass ich mir ernsthaft überlege, es mal mit Hörbüchern zu versuchen.
 
Danach beantwortet Stephen King noch ein paar Fragen, auch aus dem Publikum. Bei der Bestellung der Karte hatte ich bereits gelesen, dass es möglich wäre, signierte Exemplare von "Dr. Sleep" zu erwerben, und da ich sah, dass die Veranstaltung langsam zuende ging, wurde ich etwas kribbelig, weil bisher noch nicht die Rede war.
 
Ganz zum Ende verriet der Moderator dann die Auflösung: Die Farben der Armbandverschlüsse waren die Lösung des Rätsels. Alle mit einem weissen Verschluss schauten in die Röhre. Die Gäste mit dem grauen Verschluss durften eine signierte Ausgabe kaufen. Meiner war grau...
 
Ganz klar, dass ich mir das Buch gekauft habe. Leider musste ich dafür mein Armband da lassen, aber dafür habe ich es gerne geopfert. Jetzt muss ich nur noch Zeit haben, es zu lesen...
 

 

Kommentare:

  1. Glückwunsch zu Deiner handsignierten Ausgabe, um die ich Dich wirklich sehr beneide und zu einem sicher ganz besonderen Abend mit einem herausragenden Schriftsteller!

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    1. Glaube mir, das war sicher einer der Abende, an die man sich noch Jahre später erinnert!

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  2. Wow, ich gratuliere dir zu deinem neuen handsignierten Buch.
    Stephen King schreibt wirklich tolle Bücher, mir hat es ja die "Der dunkle Turm"-Reihe angetan. Hab alle gelesen bis auf den letzten... Solange ich "sein" Ende nicht kenne, kann ich es in meiner Phantasie so gestalten, wie ich mag.

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    1. Wie unterschiedlich das doch sein kann: Mit der Turm-Saga kann ich - derzeit - nichts anfangen. Vielleicht ändert sich das ja im Laufe der Jahre noch. *hoff*

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